Ein schöner schneller orbit durch die Wälder und entlang zahlreicher Seen der Uckermark … ein Muss für jeden Gravelbike- und orbit-Fahrer 😎

Daten:
157,25 km   19,9 km/h   07:54:31 h   37,3 km/h  781 hm

Orte: Fürstenberg/Havel – Lychen – Warthe – Lübbesee – Joachimsthal – Garnison Vogelsang – Tornow – Bredereiche – Fürstenberg/Havel

GPS-Daten bei Komoot: orbit Uckermark – Spooky Sputnik

Endlich nahmen wir mal wieder einen orbit unter die Stollen. Diesmal führte uns das Vorhaben in die Uckermark, die sich nördlich von Berlin befindet. Ich durfte mich dabei einer mir unbekannten Radsporttruppe aus Greifswald anschließen. Wie sich zeigte, eine sehr ambitionierte, aber sehr nette Truppe… aber der Reihe nach.

Start und Ziel war das kleine verträumte Städtchen Fürstenberg an der Havel. Treffpunkt war dessen Bahnhof. Die Temperaturen waren sehr frisch, aber der Himmel war erstmal schön blau. Das war echt toll, denn während der dreistündigen Autofahrt hierher hatte es noch kräftig geregnet. So konnte man ganz wunderbar in die Tour starten.

Es ging im flotten Tempo los und man merkte schnell, dass es hier nicht um Pausen ging, sondern ums zügige durchkommen. Wir flogen über zahlreiche Sträßchen und Gravelpisten mit langen Waldpassagen. Natürlich gab es auch viele schöne Blicke auf die vielen Seen, an denen wir da vorbeikamen. Einige Wege oder besser Trails waren arg rumpelig, da die geneigte Tierwelt (in Form von Wildschweinen) doch so gerne Wegpflege auf ihre Art durchführt. Aber auch die vielen Wurzeln schüttelten uns gut durch. So war beispielsweise der Weg am Küstriner Bach rumpelig, aber echt toll.

Templin ließen wir rechts liegen und erreichten den Lübbesee. Auch hier war es recht rumpelig, aber wunderschön. Zwischendurch hatte das Wetter leider eine Kehrtwende hingelegt und bescherte uns leichten Regel und im Tiefpunkt gar Graupelschauer. So zogen wir im zackigen Tempo durch die Wälder und erreichten zur Halbzeit Joachimsthal.

Beim Supermarkt fanden wir einen Bäcker, bei dem wir uns mit einem schönen warmen Kaffee und ein paar Leckereien eindeckten. Die Pause tat echt gut, denn die Klamotten waren schon arg angefeuchtet. Es war wohl doch keine so gute Idee, nicht die Regenjacke anzuziehen.

Mit der Pause schien dann der Drang der Truppe nach hohem Tempo etwas gebrochen zu sein, denn ab jetzt nahmen wir uns doch wesentlich mehr Zeit. So konnte man die folgenden Heidelandschaften doch etwas besser genießen. Das Land wurde etwas weiter und luftiger. Der Vorteil des Regens war im übrigen auch, dass die Sandwege gut gefestigt waren – bei Trockenheit wäre das wahrscheinlich eine echte zusätzliche Herausforderung geworden.

Ein alter Militärflughafen und dessen verfallenen Ruinen und Hanger luden zum Stöbern und Erkunden ein. Das hatte schon einen gewissen Charme hier. Zum Glück hinterließen die zahlreichen Scherben, in die ich bei dem einen Hanger geriet, keinen bleibenden Eindruck. Die alten Landebahnen dienten mittlerweile etwas Nützlichem, indem dort zahlreiche Solarmodule kräftig Strom produzierten. Und das konnten sie nun auch, denn die Sonne hatte sich nun durchgesetzt und wärmte uns schön den Rücken durch.

Die Garnison Vogelsang in der Schorfheide war ebenfalls ein Highlight. Zahlreiche Ruinen säumten den Weg, der uns direkt durch das Gelände führte. Ich glaube, hier kann man ausgesprochen viel entdecken.

Wir zogen aber weiter, erhaschten dabei noch einen kurzen Blick auf das Schloss Tornow und beendeten die Runde mit einem grandiosen Finale auf einem kleinen feinen Weg. Dieser führte uns direkt an der Havel zurück nach Fürstenberg. Diese letzten Kilometer bildeten für mich den Höhepunkt der Tour und ich genoss ihn nach Strich und Faden.

Danke, ihr lieben Greifswalder, dass ihr mich auf diesen schönen orbit durch die Uckermark mitgenommen habt und ich Euch kennenlernen durfte.


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