Hiermit führe ich eine neue Kategorie auf dieser Seite ein – Trailrunning. Ist schon erstaunlich, wie sich hier auf der Seite die Beschreibungen mit der Zeit verändert haben. Mal sehen, ob diese Kategorie weiter wächst und wenn ja, in was für einen Umfang.
Nun wünsche ich viel Lesespaß mit dem TLF – dem Thiesen-Lauf-Fichtelgebirge – im schönen Gebiet rund um Bad Berneck. Dabei bewegt man sich auf dem Thiesenring, den man auch wunderbar erwandern kann.
Der Thiesen-Lauf-Fichtelgebirge: Strecke und Tourdaten
Daten: 11,56 km 7:10 min/km 1:22:50 h 560 hm
Orte: Bad Berneck im Fichtelgebirge – Rothersfelsen – Hohe Warte – Hohewarteblick – Engelsburg – Ölschnitz – Ludwigsfelsen – Kriegerdenkmal – Bad Bernecker Aussichtsbänkla – Bad Berneck
>> Karte / GPS-Daten
Zum Beinevertreten während einer langen Autobahnfahrt hatte ich mir eine hübsche kleine Runde im Fichtelgebirge rausgesucht. Start und Ziel liegt direkt in der Ortschaft Bad Berneck im Fichtelgebirge, wobei die Parkplatzsuche nicht schwerfiel. Also schnell rein in die Laufschuhe und -klamotten und es konnte losgehen.
Als Runde hatte ich den TLF gefunden – den Thiesen-Lauf-Fichtelgebirge. Diese Trailrunning-Laufrunde ist sehr gut ausgeschildert, sodass man super geführt wird. Die erste Rampe zeigte aber sofort, wie das heute laufen sollte. Super steil ging es da bis zu einem kleinen Aussichtspunkt am Rothersfelsen hinauf. Die Aussicht ist klasse und die blau-weiße Fahne zappelte ruhig im Abendlicht.
Weiter ging es hinauf über die Hohe Warte bis zum Aussichtspunkt Hohewarteblick. Der Puls ist hoch und die Lunge pfeift, wenn man da oben steht. Gleichzeitig entschädigt der tolle Ausblick in die umliegenden Berge enorm. Und die tief stehende Abendsonne erzeugte eine wunderbare Atmosphäre und Stimmung. Der Aussichtspunkt Hohewarteblick scheint ein aufgeschüttetes Kunstprodukt zu sein – wirkte etwas komisch, aber in ein paar Jahren sieht man davon wahrscheinlich nichts mehr.
Trailrunning pur: Steile Anstiege und viel Auf und Ab
Nun ging es zackig steil hinab ins Tal, nur um direkt auf der anderen Talseite wieder wunderbar steil auf dem Eselsweg nach oben zu klettern. Ich passierte eine kleine Burg, wobei ich nicht bis aufs Burggelände vor ging. An der sogenannten Engelsburg gab es nochmals einen schönen Blick ins Tal – diesmal garniert mit einer rot-weißen Fahne.
Ein Stückchen musste ich noch den Berg erklimmen, um dann endlich mal in den Ausruh-Modus übergehen zu können. Eben, bis leicht abfallend, schlängelt sich der Weg über ein paar Kilometer dahin. Allerdings zog es hier oben gewaltig an der Windkante, aber ich hatte den ganzen Wald nur für mich ganz allein… herrlich 🙂
Der Weg fiel nun bis zum kleinen Fluss Ölschnitz ab, nur um – nun ratet mal – auf der anderen Seite wieder anzusteigen. Der Weg war aber mit seinen vielen kleinen Kehren echt süß. Und so fand ich mich nur wenig später in den Resten einer alten zugewachsenen Burgruine wieder. Der folgende Weg bis zu den Ludwigsfelsen war sehr breit und nur mäßig ansteigend – auch mal ganz angenehm.
Auch hier am Ludwigsfelsen wartete eine rot-weiße Fahne auf mich. Und die Farben wurden immer sanfter, denn die Sonne schaffte es gerade noch so über die Kante des Horizonts. Der Trail wird nun schmal und schick. Allerdings muss man schon darauf achten, wo man hintritt. Ab dem Kriegerdenkmal zog der Weg ein letztes Mal steil bis zum Bad Bernecker Aussichtsbänkla an. Aus Laufen wurde kurzzeitig Wandern…
Nun kam der finale Abstieg – vorbei am alten Siemens-Heim und über den schicken kleinen Dendrologischen Garten Rotherspark. Und schon stand ich wieder an meinem Auto.
Der Thiesen-Lauf ist eine echte Trailrunning-Empfehlung
Die Runde Thiesen-Lauf-Fichtelgebirge war deutlich anspruchsvoller als von mir erwartet. Die Höhenmeter sind neben den starken Steigungen enorm. Dafür ist die Runde ein landschaftlicher Genuss und genau richtig, wenn man Trailrunning mag. Mir hat sie jedenfalls sehr gefallen und empfehle sie sehr gern weiter.
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