Und auch kleine liebliche Ecken kann man hier finden

Radbekleidung für Mehrtagestouren – Bewährtes für Mountainbike- und Gravelbike-Touren

Einleitung

Radbekleidung für eine Mehrtagestour zusammenzustellen, klingt zunächst trivial. Hose, Trikot, Regenjacke – fertig. In der Praxis zeigt sich aber schnell, dass die richtige Auswahl über Komfort oder Leiden auf der Tour entscheiden kann. Wer mehrere Tage am Stück im Sattel sitzt, spürt schnell, welches Sitzpolster doch nicht zum Hintern passt und welches Teil man doppelt mit hat oder am Ende vermisst.

Über die Jahre habe ich vieles ausprobiert, manches nach einer Tour aussortiert und einiges über viele Jahre behalten. Was hier steht, ist keineAufzählung des Neuesten vom Neuesten, sondern eine Zusammenstellung dessen, was sich auf meinen Touren tatsächlich bewährt hat – bei Sonnenschein auf Zypern genauso wie bei einer Woche Dauerregen in den Abruzzen.

Die Anforderungen an Bekleidung für Mountainbike-Touren und Gravelbike-Touren sind für mich nahezu gleich.

Das Zwiebelprinzip – mit wenig Teilen flexibel bleiben

Wer eine Woche durch die Alpen fährt, erlebt an einem einzigen Tag mitunter vier Jahreszeiten. Morgens bei 8°C im Tal starten, mittags bei 28°C im Aufstieg schwitzen, oben am Pass in den Wolken nahe dem Gefrierpunkt frieren, um abends in kurzen Sachen ins Ziel zu rollen. Klingt schon etwas verrückt.

Meine Lösung liegt im Zwiebel- oder auch Schichtprinzip. Statt vieler Einzelteile für jede Situation setze ich auf wenige, dafür gut miteinander kombinierbare Elemente:

SchichtFunktionMein Setup
BasisschichtFeuchtigkeit abtransportierenUnterhemd (Odlo)
MittelschichtIsolation bei KälteArmlinge + Weste
AußenschichtWind- und RegenschutzRegenjacke (Gore Shakedry)
BeineKälteschutz bei BedarfKnielinge oder Beinlinge und zur Not die Regenhose

Somit komme ich mit erstaunlich wenig Gepäck durch eine ganze Woche. Alles passt problemlos in den Rucksack oder die Satteltasche, und trotzdem bin ich für nahezu jede Wetterlage gerüstet. Und denkt dran, alles was ihr zuviel einpackt, muss man sinnlos mitschleppen.

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Radhosen – das wichtigste Kleidungsstück auf Tour

Wenn es ein Teil gibt, bei dem man auf einer Mehrtagestour nicht sparen sollte, dann ist es die Radhose. Eine schlecht sitzende oder minderwertige Hose macht sich spätestens am dritten Tag schmerzhaft bemerkbar und kann zur echten Qual ausarten. Sitzprobleme können eine Tour im schlimmsten Fall vorzeitig beenden.

Assos Cento Evo Bib Shorts

Die Assos Cento Evo begleitet mich seit mehreren Jahren und ist für mich die Referenz, wenn es um Komfort auf langen Etappen geht. Das Sitzpolster ist auf Langstrecke ausgelegt – nicht zu dick, nicht zu dünn, und auch nach acht oder zehn Stunden im Sattel drückt nichts bzw. nur wenig. Die Hose sitzt mir nicht zu eng. Sie funktioniert auf dem Mountainbike genauso wie auf dem Gravelbike.

Was mich an dieser Hose überzeugt: Die Träger schneiden nicht ein, der Bund am Oberschenkel rutscht nicht und das Material trocknet nach einer Handwäsche am Abend bis zum nächsten Morgen zuverlässig durch. Außerdem ist sie unglaublich haltbar. Daher geht der hohe Preis für mich in Ordnung.

Das Modell scheint nicht mehr im Assos-Sortiment zu sein. Nun steht für mich nach vielen Jahren Nutzung demnächst ein Neukauf an. Ich werde mir die TACTICA Kieskäfer Gravel Bib Shorts T5 zulegen, da mir das Trägersystem und die Seitentaschen zusagen. Ich werde berichten, wie sich die Hose schlägt.

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Pedaled Element Lightweight Bib Shorts

Als zweite Hose habe ich die Pedaled Element Lightweight im Gepäck. Sie passt ebenfalls wunderbar zu meinem Allerwertesten und ich mag sie genau so wie die Assos. Das Material ist etwas leichter und luftdurchlässiger als bei der Assos. Das Polster ist etwas dünner als bei der Assos und nicht ganz so schön ausgeformt. Als Zweit-Hose im Wechsel mit der Assos ergibt sich daraus eine perfekte Kombination: Die Assos für die Königsetappen, die Pedaled für die entspannteren Tage – oder andersrum 🙂

Einziger Kritikpunkt ist der etwas zu hohe Bund im Bauchbereich. Der könnte gern etwas tiefer sitzen. Aber vielleicht wurde der Schnitt in der Zwischenzeit auch etwas angepasst. Auch diese Hose fahre ich bereits mehrere Jahre und so langsam muss ich an einen Tausch denken. Ich werde mir voraussichtlich das identische Modell noch einmal kaufen.

Auf Pedaled bin ich durch ihre Gravelbike- und Ultra-Distanz-Aktivitäten gekommen. Ich glaube von den Sportlern fließt auch extrem viel Feedback in die Produktentwicklung. Ich mag die Sachen und Farben und vor allem die Qualität.

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Überhose: Pedaled Jary Gravel Shorts

Auf dem Mountainbike und oft auch auf dem Gravelbike trage ich über der Bib Shorts eine lockere Überhose. Das hat keinen wirklichen funktionalen Grund (außer bei tieferen Temperaturen oder leichtem Sprühregen), sondern ich mag es nicht so recht, nur in engen Bib-Shorts rumzulaufen. Außerdem kann man die Überhose auch prima nach der Radtour an warmen Abenden überziehen und durch die Straßen flanieren.

Die Pedaled Jary ist sehr leicht und trotzdem erstaunlich robust. Ich mag, dass es keinen Hitzestau gibt, sondern dass sie sehr gut atmet. Und sollte es mal wirklich extrem warm werden, dann ziehe ich sie einfach nicht an 🙂 Sie hat leider nur eine Seitentasche rechts – da könnte gern noch eine zweite auf der linken Seite sein.

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Trikots – Funktion vor Optik

Meine Auswahl: Maloja, Gore Bike Wear, Le Col & Café du Cycliste

Zwei Trikots für eine Woche – mehr braucht es eigentlich nicht. Eines trägt man, das andere trocknet nach der Abendwäsche. Wer es minimalistisch mag, der kommt auch mit nur einem Trikot gut durch. Denn eigentlich sind die Dinger immer am nächsten Morgen ausreichend getrocknet.

Bei der Marke bin ich weniger festgelegt als bei den Hosen. Über die Jahre habe ich Trikots von verschiedenen Herstellern genutzt und kann zu einigen etwas sagen:

MarkeMeine ErfahrungEinsatz
MalojaRobust, schnelltrocknend, günstig – mein Arbeitstier auf vielen TransalpsAllround
Gore Bike WearHochwertig verarbeitet, sitzt perfekt, etwas teurerAllround
Le ColSehr leicht, eher für wärmere Bedingungen, sportlicher bis enger SchnittSommer / Gravelbike
Café du CyclisteSehr leicht, hohe Qualität, sportlicher bis enger SchnittWenn es etwas edler sein darf

Im Wesentlichen achte ich beim Kauf (lose) auf folgende Punkte:

  • Volle Länge des Reißverschlusses: Es ist schlicht einfacher An- und Auszuziehen und wenn ganz miese Hitze ist, dann kann man auch mal offen fahren.
  • Drei Rückentaschen: Klingt banal, aber manche Trikots haben nur zwei oder zu flache Taschen. Riegel, Handy und Windjacke müssen da reinpassen. Wenn eines der Fächer auch noch einen kleinen Reißverschluss hat, dann ist das super. Denn dann ist der Schlüssel dort sicher aufgehoben.
  • Schnell trocknendes Material: Baumwolle hat auf einer Radtour nichts verloren. Synthetik oder Merinowolle-Mischungen trocknen über Nacht und riechen am nächsten Tag noch akzeptabel. Gerade Merinowolle sagt mir sehr zu, da mir das Klima darin unglaublich zusagt – davon bin ich ein echter Fan geworden.
  • Kein zu enger Schnitt: Das Trikot darf gern etwas lockerer sitzen. Man sieht nicht aus wie eine Presswurst und etwas Wind unter der Bluse ist für mich voll ok.

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Unterhemden – die unterschätzte Basisschicht

Odlo Unterhemden

Zwei Unterhemden von Odlo gehören auf jede meiner Touren. Als solide Basisschicht transportieren sie brav den Schweiß schnell weg von der Haut. Ohne Unterhemd klebt das Trikot bspw. bei Anstiegen direkt auf der Haut – mit Unterhemd entsteht eine Luftschicht, die das Klima am Körper deutlich angenehmer macht. Mittlerweile ist eine Radtour ohne Unterhemd für mich undenkbar – echt!

Im Winter oder bei kühlen Morgenstunden in den Bergen kommt ein weiterer Vorteil dazu: Die dünne Schicht isoliert gerade genug, um die ersten Kilometer erträglich zu machen, ohne dass man sofort zur Jacke greifen muss.

Die Odlo-Hemden sind leicht, trocknen extrem schnell und behalten auch nach vielen Jahren und Wäschen noch erstklassig ihre Form. Ich sehe keinen Grund etwas anderes auszuprobieren.

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Die kleinen, aber so wichtigen Helferlein

Armlinge: Gore Bike Wear

Armlinge sind für mich das vielseitigste Teil im Gepäck. Morgens bei kühlen Temperaturen aufgezogen, bei den ersten Sonnenstrahlen in die Trikottasche gesteckt – das geht in Sekunden und mit etwas Geschick ohne Anhalten. Sie wiegen nahezu nichts und nehmen kaum Platz weg. Manchmal ziehe ich sie auch bewusst unter die Regenjacke, damit die Jacke nicht an der Haut klebt.

Die Gore Bike Wear Armlinge nutze ich seit vielen Jahren. Sie sitzen gut, rutschen nicht und sind dünn genug, um sie in der Trikottasche zu vergessen.

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Knielinge und Beinlinge: Sugoi

Knielinge kommen bei mir noch häufiger zum Einsatz als Armlinge oder volle Beinlinge. Gerade bei Abfahrten in den frühen Morgenstunden oder Zwischendurch schützen sie die Knie vor dem Auskühlen. Volle Beinlinge nehme ich nur mit, wenn die Tour wirklich kalt zu werden droht. Auch bei Regen ziehe ich die Knielinge gern unter die Regenhose, da die Stoffe beim Pedalieren dann besser aufeinander gleiten und die Regenhose nicht direkt auf der Haut anliegt.

Die Sugoi-Knielinge sind dünn, leicht und sitzen angenehm über der Radhose. Viele Jahre hatte ich keinen Verschleiß und sie hielten sich zuverlässig am Bein. Nach nun ca. 15 Jahren lässt die Spannkraft und der Rutschschutz etwas nach. Ein Neukauf steht da wahrscheinlich bald auf dem Programm. Aber echt, die haben krass lang gehalten.

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Weste: GOREWEAR Ambient Radweste

Die Weste ist mein Geheimtipp für Alles! Sie wiegt kaum etwas und lässt sich auf Faustgröße für die Trikottasche zusammenpacken. Oben am Pass übergestreift, hält sie den Wind vom Oberkörper fern, ohne dass man ins Schwitzen kommt. Auch bei Übergangstemperaturen habe ich sie immer an. Die Temperaturregulierung erfolgt dann gefühlvoll über den Reißverschluss. Ich liebe das Ding.

Die GOREWEAR Ambient ist winddicht an der Front und extrem atmungsaktiv am Rücken. Nur auf etwas Geraschel muss man sich bei dem Stoff einstellen. Mich stört es nicht und ich bin froh, dass ich das Modell gefunden habe. Die Größe fällt aber extrem klein aus. Ich(!) musste Größe L kaufen – sonst stecke ich zwischen der S und M.

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Regenschutz – Pflicht auf jeder Mehrtagestour

Regenjacke: Gore Bike Wear C7 Shakedry

Regenbekleidung ist ein ganz heißes Thema. Auch nach Jahren bin ich auf dem Mountainbike noch nicht zur Ideal-Jacke vorgedrungen. Eine gute Regenjacke gehört aber auf jede Mehrtagestour, egal wie die Wettervorhersage aussieht. Wer sie nicht braucht, hat Glück gehabt. Wer sie braucht und nicht dabei hat, wird es bereuen.

Die Gore C7 Shakedry ist seit mehreren Jahren für Fahrten ohne Rucksack meine Wahl. Die Shakedry-Technologie ist echt genial – die Jacke ist extrem leicht, sie trocknet in Sekunden und sie hat ein minimales Packmaß. Einmal ausschütteln nach dem Regenschauer und sie kann zurück in die Trikottasche.

Die Atmungsaktivität ist für eine wasserdichte Jacke bemerkenswert gut. Natürlich schwitzt man bei langen Anstiegen auch mit Shakedry – das lässt sich bei keiner Regenjacke komplett vermeiden. Aber im Vergleich zu herkömmlichen Regenjacken ist der Unterschied deutlich spürbar. Und wie schon oben beschrieben – kombiniert mit Ärmlingen oder einem langen Trikot, gibt es auch kein Klebegefühl zwischen Haut und Jacke.

Die Shakedry-Membran ist deutlich empfindlicher als klassische Außenstoffe. Rucksackträger können bzw. werden die Membran mit der Zeit beschädigen. Auf Touren ohne Rucksack ist das kein Problem – mit Rucksack sollte man sie besser nicht verwenden.

Jetzt kommt aber der ganz große Wermutstropfen – Gore hat die Produktion der Shakedry-Klamotten eingestellt. Was ein Jammer und was für ein Verlust. Ich glaube, über die Entscheidung sind viele Sportler extrem traurig.

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Regenhose: Gore Bike Wear Power Trail Gore-Tex Active

Die Regenhose kommt seltener zum Einsatz als die Jacke. Leichter Regen auf warmen Beinen – da kann man drüberstehen. Aber bei kaltem Regen, langen Abfahrten im Nassen oder ganztägigem Dauerregen ist eine Regenhose Gold wert.

Die Gore Power Trail ist schnell übergezogen, sitzt super gut und schützt zuverlässig. Sie lebt die meiste Zeit zusammengerollt im Rucksack – aber wenn sie zum Einsatz kommt, bin ich jedes Mal froh, sie dabei zu haben.

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Regenhose: Vaude Drop Regenshorts

Manchmal verzichte ich auch auf eine lange Regenhose. Denn wenn wirklich die ganze Woche Höchsttemperaturen angesagt werden, dann will man die langen Dinger sowieso nicht anziehen. Dafür habe ich mir die Vaude Drop Regenshorts zugelegt. Die halten das Hosenpolster trocken und den großen Schmutz weg. Sie haben auch ein deutlich kleineres Packmaß und sind leichter.

Man muss aber schon abwägen, welche der beiden Hosen in den Rucksack wandern. Denn wie oben geschrieben, bei empfindlicher Kälte (und die kann schneller kommen als man denkt) kann das schon unangenehm werden, wenn die Beine ungeschützt sind.

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Helmüberzug

Ein Helmüberzug ist ein günstiges und leichtes Teil. Ohne Überzug läuft das Wasser durch die Belüftungsöffnungen direkt auf den Kopf und von dort in den Nacken. Oder noch schöner – der Regen spült den salzigen Schweiß schön in die Augen – bäh. Mit Überzug bleibt der Kopf trocken. Für ein paar Gramm und ein paar Euro eine lohnende Investition.

Aber ich muss ehrlich sein – ich nutze die Dinger selbst nicht. Der Rest der Familie schwört aber drauf. Daher kann ich sie guten Gewissens hier in der Liste mit aufführen.

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Schuhe – der unterschätzte Komfortfaktor

Die Wahl der Radschuhe hängt stark vom Einsatzbereich ab. Auf dem Mountainbike brauche ich Schuhe, mit denen ich auch mal mehrere Stunden den Pass hochschieben oder auch das Bike tragen kann, ohne mir die Füße zu ruinieren. Auf dem Gravelbike reicht eigentlich ein steiferer Schuh mit weniger Profil. Ich verwende aber immer nur ein paar Schuhe, die das gesamte Einsatzfeld abdecken. Man muss ja auch irgendwie haushalten und unendlich Platz hat man daheim ja nun auch nicht.

Mein Schuh: Fizik

Sie passen einfach perfekt an meinen Fuß. Ich kann damit stundenlang Radfahren oder aber auch laufen. Das Profil ist dafür gut ausgelegt, die Sohle bietet mir genug Steifigkeit und Komfort. Nur die Pedal-Cleats schauen beim Laufen etwas raus. Es kann aber sein, dass das erst später mit der Abnutzung einherging. Mich stört es auch nur minimal und bin sehr zufrieden mit dem Modell.

Die Schuhe haben nun ein paar Jahre auf dem Buckel und ich muss demnächst in ein neues Paar investieren. Mal schauen, ob ich noch einmal das gleiche Paar bekomme oder auf was Neues wechseln muss.

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Winter und Übergangszeit: Shimano

Für Touren im Winter oder bei kühlen Temperaturen greife ich auf schöne warme Schuhe von Shimano zurück. Kalte Füße sind mir ein Graus und können den Spaß an der Tour deutlich versauen. Hier lohnt es sich, einen wärmeren Schuh einzupacken, auch wenn er etwas mehr wiegt.

Ebenfalls nicht zu vernachlässigen – in den Shimano-Schuh dringt kein Wasser ein! Kommt zu den niedrigen Temperaturen auch noch ein Tropfen Wasser, dann ist schnell Schluss mit lustig. Nach der Tour muss dann der Schuh natürlich ordentlich belüftet und getrocknet werden. Also Innensohle raus und ab in den Heizungskeller.

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Sportsocken und Halstuch

Sportsocken

Zwei Paar gute Radsocken – mehr braucht es nicht. Ein Paar tragen, ein Paar trocknet. Wichtig ist, dass sie dünn genug sind, um im Schuh nicht zu drücken, und gleichzeitig Feuchtigkeit gut abtransportieren. Baumwollsocken haben auf dem Rad nichts verloren – auch hier mag ich Merinowolle sehr.

Ich nutze gern die Falke RU4 Laufsocken, da ich die gleich wunderbar mit dem Trailrunning kombinieren kann. Sie trocken wunderbar schnell.

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Halstuch / Buff

Ein Multifunktionstuch gehört für mich auf jede Tour. Gerade der Hals muss warm sein, sonst fall ich ganz schnell aus. Das Tuch wiegt nichts, nimmt keinen Platz weg und hat schon auf unzähligen Touren seinen Dienst getan. Ein absolutes Pflichtteil!

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Abendgarderobe – das Minimum für den Feierabend

Nach einem langen Tag im Sattel will ich abends nicht im Trikot am Abendtisch sitzen. Gleichzeitig zählt jedes Gramm im Rucksack. Mein Kompromiss:

TeilAnmerkung
2 Paar Socken (1x warm)Warme Socken am Abend sind purer Luxus nach kalten Abfahrten
UnterhosenReiseunterwäsche, leicht und schnelltrocknend
Funktions-T-Shirt normalFür den Abend und den Ortsgang
T-Shirt SchlafenDünn und bequem – trennt man besser vom „Abend-Shirt”
Pullover (North Face)Leichter Fleece oder dünner Pullover für kühle Abende auf der Hütte
Dünne leichte JackeIch liebe meine leichte Jacke. Damit bekomme ich alles abgedeckt.
HoseDünne Jeans oder zippbare Trekkinghose – vielseitig einsetzbar
Leichte Halb-/LaufschuheMöglichst leicht! Die Füße danken es nach einem Tag in Radschuhen

Die Abendgarderobe ist der Bereich, in dem man am meisten Gewicht sparen kann. Lieber ein Teil weniger als ein Teil zu viel. Und achtet vor allem auf die Masse / das Gewicht – hier sammelt sich ganz schnell einiges an. Sucht euch bewusst die leichtesten und atmungsaktivsten Teile raus. Wer auf einer Berghütte übernachtet, braucht ohnehin keine Abendmode.

Waschen unterwegs

Zwei Hosen und zwei Trikots für eine Woche – das funktioniert nur, wenn man abends wäscht. Wenn ich nach der Tour unter die Dusche steige, weiche ich vorher die Sachen mit Handwaschmittel oder Duschgel im Waschbecken ein. Nach der Dusche werden die Sachen noch einmal ordentlich durchgeknetet und geruppelt und danach mit klarem kalten Wasser ordentlich durchgespült.

Abschließend wird ordentlich ausgewrungen – erst von Hand, dann mithilfe des Duschhandtuchs. Da lege ich die Sachen rein und verdrehe das Handtuch an dem einen Ende, während ich das andere mit dem Fuß fixiere. Das Spiel wiederhole ich zwei- bis dreimal, da ja auch das Handtuch nur bedingt Wasser aufnehmen kann. Abschließend werden die Sachen im ganzen Zimmer verteilt zum Trocknen aufgehängt.

In den meisten Pensionen und Hotels trocknet die Wäsche über Nacht. Auf Berghütten kann es länger dauern – hier hilft ein Platz an der Heizung oder am offenen Fenster bei Durchzug.

Manche Unterkünfte bieten auch einen Wäscheservice an – einfach fragen! Mehr zum Thema Unterkünfte findest du auf meiner Seite zu Übernachtungen & Pensionen.

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Fazit

Radbekleidung für eine Mehrtagestour ist keine Wissenschaft – das meiste ergibt sich schlicht aus der Erfahrung. Vielleicht habe ich Dir mit dieser Seite ja etwas Starthilfe gegeben 🙂

Die Kernregel lautet: Wenige Teile, gute Qualität, schnell trocknend und kombinierbar. Wer das Zwiebelprinzip verinnerlicht kommt mit erstaunlich wenig Gepäck durch eine ganze Woche. Investiert vor allem in eine gute Radhose, passende Schuhe und eine gute Regenjacke. Bei den restlichen Teilen kann man ohne Probleme Kompromisse eingehen.


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