GPS-Gerät Wahoo Elemnt Roam

GPS-Navigation, Elektronik & Zubehör – mein Setup für meine Touren

Die Navigation auf Tour hat sich in den letzten zwanzig Jahren grundlegend verändert. Ende der 90er / Anfang der 2000er Jahre war ich noch mit gefalteten Papierkarten unterwegs, die bei Regen aufweichten und im Wind davonflogen. Heute stecken Karten, Tracks, Höhenprofile und Routenplanung in einem Gerät, das kaum größer ist als eine Zigarettenschachtel.

Aber bedeutet das, dass die Navigation heute einfacher geworden ist? Nicht unbedingt. Denn mit den neuen Möglichkeiten kommen neue Fragen: Welches GPS-Gerät ist das richtige? Reicht das Smartphone? Was passiert, wenn der Akku leer ist? Brauche ich noch eine Karte?

Auf dieser Seite zeige ich dir mein aktuelles Navigations-Setup für Mehrtagestouren. Es hat sich über viele Jahre entwickelt – durch Ausprobieren, durch Fehler und durch die eine oder andere Situation, in der ich froh war, einen Plan B dabei zu haben. Ob du mit dem Mountainbike die Alpen überquerst, mit dem Gravelbike durch Europa fährst oder mit dem E-Mountainbike im Mittelgebirge unterwegs bist – die Grundprinzipien der Navigation sind dieselben.

Navigation

Wie sich die Navigation über die Jahre verändert hat

Wer heute zum ersten Mal eine Mehrtagestour plant, kann sich kaum vorstellen, wie das früher funktionierte. Deshalb ein kurzer Rückblick – nicht aus Nostalgie, sondern weil daraus meine Erkenntnisse für heute resultieren.

Anfang 2000er: Wir fuhren unsere ersten Alpenüberquerungen ausschließlich mit Papierkarten und den Routenbeschreibungen aus Mountainbike-Magazinen. An jedem Wegpunkt musste angehalten, die Karte herausgeholt und die Kreuzung mit der Beschreibung abgeglichen werden. Das kostete Zeit, Nerven und führte regelmäßig in Sackgassen.

Ende 2000er: Die ersten GPS-Geräte tauchten auf. Klobige Geräte mit winzigen Displays, auf denen man einen Punkt auf einer Linie verfolgte – ohne Karte im Hintergrund. Immerhin wusste man jetzt, ob man auf der richtigen Linie war. Das ständige Kartenfalten hörte auf, aber das Verständnis für die Umgebung ging verloren.

Ab 2010: GPS-Geräte mit Kartendarstellung verbreiteten sich. Plötzlich hatte man eine vollwertige Karte am Lenker, konnte zoomen, die Route sehen und spontan Alternativen planen. Ein Quantensprung.

Heute: Hochauflösende Farbdisplays, Abbiegehinweise, Höhenprofile in Echtzeit, Smartphone-Kopplung und automatische Routenneuberechnung. Die Technik ist ausgereift – und trotzdem gibt es gute Gründe, nicht blind auf sie zu vertrauen.

Man kann schlicht sagen, Technik ist ein Werkzeug, kein Ersatz für Orientierungssinn. Wer sein GPS-Gerät verliert, dessen Akku stirbt oder dessen Display im Regen unleserlich wird, sollte trotzdem nach Hause finden. Deshalb empfehle ich immer eine Kombination aus digitaler Navigation und analogem Backup.

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Mein GPS-Gerät: Wahoo Elemnt Roam

Der Wahoo Elemnt Roam V1 ist seit mehreren Jahren mein ständiger Begleiter auf jeder Tour. Ob einwöchige Transalp, Gravelbike-Tour durch Polen oder Tagesrunde im Mittelgebirge – er steckt immer am Lenker.

Warum der Wahoo?

Die Stärke des Wahoo liegt in seiner Einfachheit. Einschalten, Track laden, losfahren. Es gibt keine verschachtelten Menüs, keine überladenen Bildschirme und keine zehn Einstellungen, die man vor jeder Tour anpassen muss. Die Bedienung funktioniert über große Tasten an der Seite – auch mit Handschuhen und bei Regen.

Das Display ist bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar – ein Punkt, an dem viele GPS-Geräte scheitern. Auf einer Alpenüberquerung fährt man oft stundenlang in der Sonne. Wenn man dann die Route nicht mehr erkennt, weil das Display spiegelt, hat man ein Problem.

Die Routenführung:

Der Wahoo zeigt den geladenen Track als Linie auf der Karte an und gibt Abbiegehinweise als Pop-up und akustisches Signal. Das funktioniert in der Praxis zuverlässig – ich schaue auf den Bildschirm, sehe die nächste Abbiegung und kann mich auf das Fahren konzentrieren. Verfahre ich mich, erscheint ein Hinweis und das Gerät berechnet die Route zurück auf den Track. Das Gepiepse habe ich im Übrigen abgeschaltet.

Für jede Etappe meiner Mehrtagestouren lege ich einen eigenen Track an und lade ihn vorab auf das Gerät. So kann ich morgens einfach den passenden Track auswählen und losfahren, ohne vorher die gesamte Tour durchscrollen zu müssen.

Was mir weniger gefällt:

Die Kartendarstellung ist funktional, aber nicht schön. Wer von Garmin mit farbigen topografischen Karten kommt, wird den Wahoo zunächst etwas nüchtern finden. Für die reine Navigation reicht es vollkommen – für das Studieren der Umgebung und spontane Routenänderungen am Gerät ist ein Smartphone die bessere Wahl.

Auch die Routenplanung direkt auf dem Gerät ist nicht möglich. Neue Routen erstelle ich immer am Rechner oder Smartphone und synchronisiere sie dann auf den Wahoo. Auf Tour stört mich das nicht – die Planung ist ohnehin vorher abgeschlossen.

Nervig finde ich auch, dass man die Karte nicht verschieben oder drehen kann. Einzig den Zoom kann man ändern. Damit ist die Orientierung im Umfeld nicht so toll. Das macht dann Garmin deutlich besser.

Akkulaufzeit:

Ein entscheidender Punkt für Mehrtagestouren: Der Akku hält bei mir zwischen 12 und 16 Stunden, je nach Displayhelligkeit und Nutzungsintensität. Das reicht für die meisten Tagesetappen problemlos aus. Bei besonders langen Gravelbike-Etappen mit über 12 Stunden Fahrzeit hänge ich ggf. mittags kurz die Powerbank an – das gibt genug Reserve für den Rest des Tages.

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Alternativen zum Wahoo

Natürlich ist der Wahoo nicht die einzige Option. Je nach Vorlieben und Budget gibt es gute Alternativen:

GerätStärkeSchwächeFür wen?
Wahoo Elemnt RoamEinfache Bedienung, gutes DisplayKeine Routenplanung am GerätWer einen zuverlässigen Begleiter will
Garmin Edge 1050Detaillierte Karten, Touchscreen, viele DatenKomplexer in der BedienungDatenfreaks und Kartenliebhaber
Hammerhead Karoo 3Großes, scharfes Display, gute KartendarstellungAkkulaufzeit kürzerWer auf visuelle Qualität Wert legt

Alle genannten Geräte eignen sich für Mehrtagestouren. Die Unterschiede liegen im Detail – und in der persönlichen Vorliebe für Bedienkonzepte. Ein GPS-Gerät, mit dem man nicht zurechtkommt, ist wertlos, egal wie viele Testsiege es hat. Wer die Möglichkeit hat, verschiedene Geräte vor dem Kauf auszuprobieren, sollte das nutzen.

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Sportuhr: Garmin Forerunner 955

Neben dem Wahoo am Lenker trage ich auf jeder Tour meine Garmin Forerunner 955 am Handgelenk. Sie zeichnet Herzfrequenz, Höhenmeter und Aktivitätsdaten auf. Primär wird also mit der Garmin aufgezeichnet und der Wahoo dient mir zusätzlich als Daten-Backup. Die Uhr hatte ich mir für Läufe / Trailrunning angeschafft, denn die 955 hat eine hübsche Kartenfunktion. Die Karte ist aber fürs Radfahren viel zu klein und außerhalb des Blickfelds.

Das klingt alles nach Technik-Overkill, aber es ist für mich sehr beruhigend hier karten- und datentechnisch redundant unterwegs zu sein. Die Akkulaufzeit liegt bei mir deutlich über der des Wahoo und liegt je nach GPS-Nutzung zwischen einem und drei Tagen. Nach der Etappe wird sie als Erstes ans Ladekabel gehängt – so ist sie am nächsten Morgen immer voll.

Ach, und als kleiner Wecker und winzige Taschenlampe leistet sie noch weitere äußerst hilfreiche Dienste – gerade in fremder Umgebung, wie ein Bettenlager auf der Hütte.

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Das Smartphone als Navigationsgerät

Neben dem GPS-Gerät spielt das Smartphone auf meinen Touren eine wichtige Rolle – allerdings nicht als primäres Navi, sondern als Ergänzung und Backup.

Warum nicht als Hauptgerät?

  • Akku: Ein Smartphone im Navi-Modus mit aktivem Display hält keine acht Stunden durch. Auf einer langen Bergetappe ein Problem.
  • Ablesbarkeit: Bei direkter Sonne ist das Display schlechter ablesbar als ein GPS-Gerät.
  • Empfindlichkeit: Regen, Stürze, Erschütterungen – ein Smartphone am Lenker ist gefährdeter (und teurer) als ein robust verbautes GPS-Gerät.
  • Multifunktion: Das Telefon wird auf Tour für viele andere Dinge gebraucht – Fotos, Kommunikation, Buchungen, Notfälle. Wenn es als Navi den Akku leersaugt, fehlt es für alles andere.

Wofür ich das Smartphone auf Tour nutze:

EinsatzApp/Funktion
Tourenplanung am AbendKomoot, Mapy.cz
Offline-Karten als BackupKomoot (offline), Mapy.cz (offline), OSMAnd
Spontane RoutenänderungenKomoot Re-Routing
Übersicht über die RegionGoogle Maps, Mapy.cz
Wetter-CheckDiverse Wetter-Apps
Unterkunftssuche unterwegsBooking, Google

Komoot

Komoot ist für mich die zentrale Planungs-App. Hier erstelle ich meine Routen, prüfe Highlights am Wegesrand und synchronisiere die fertigen Tracks auf den Wahoo. Die Offline-Karten von Komoot dienen unterwegs als Backup, falls das GPS-Gerät ausfallen sollte.

Was Komoot besonders wertvoll macht: Die von anderen Nutzern markierten Highlights. Vor einer Etappe schaue ich mir an, welche Aussichtspunkte, Highlights, Gasthöfe oder besonderen Wegabschnitte auf der Route liegen. Das führt immer wieder zu kleinen Entdeckungen, die man ohne den Tipp nie gefunden hätte und einfach vorbeigeradelt wäre.

Mapy.cz

Ein Geheimtipp, den ich vor einigen Jahren entdeckt habe: Mapy.cz bietet hervorragende Offline-Karten mit einer Detailtiefe, die Google Maps in ländlichen Gebieten deutlich übertrifft. Besonders in Osteuropa – Tschechien, Polen, Slowakei – sind die Karten unschlagbar detailliert. Und die Kartendarstellung entspricht fast einer gedruckten Karte. So sind die Höhenlinien und Wanderwege super detailliert eingebunden.

Die App ist kostenlos, funktioniert vollständig offline und zeigt Wander- und Radwege zuverlässig an. Für die grobe Orientierung unterwegs, das Finden des nächsten Dorfes oder die Einschätzung von Entfernungen ist sie meine erste Wahl.

Karten: Digital vs. Papier

Die Debatte Papierkarte oder GPS-Gerät ist in meinen Augen längst entschieden – zugunsten des GPS. Aber das bedeutet nicht, dass eine Karte keinen Wert mehr hat.

Was eine Papierkarte besser kann als jedes GPS-Gerät:

  • Überblick. Auf einer aufgefalteten Karte sehe ich auf einen Blick, wo ich bin, was um mich herum liegt und wohin die Reise geht. Auf dem kleinen GPS-Display sehe ich immer nur einen Ausschnitt.
  • Abendplanung. Beim Bier am Abend die Karte ausbreiten, die Etappe des nächsten Tages studieren, Alternativen diskutieren – das geht auf Papier besser als auf einem Bildschirm.
  • Unabhängigkeit. Kein Akku, kein Ausfall, keine technischen Probleme. Die Karte funktioniert immer.
  • Stift-Kompatibel. Nimm einen Bleistift oder Kugelschreiber und kritzel nach Belieben in die Karte. Herrlich!

Für die meisten Touren habe ich eine Offline-Karte auf dem Smartphone als Backup – das ersetzt für mich die Papierkarte funktional. Aber auf Touren in abgelegenen Gebieten, wo Netzabdeckung unsicher ist und ein Smartphone-Ausfall echte Konsequenzen hätte, nehme ich mitunter zusätzlich eine Papierkarte mit.

Weiteres elektronisches Equipment

Licht – wann braucht man was?

Beleuchtung gehört nicht auf jede Tour, aber auf manche definitiv. Die Frage ist: Wann ist Licht sinnvoll und wie viel muss es sein?

Wann ich Licht einpacke:

  • Bei Touren mit sehr langen Etappen, die bis in die Dämmerung reichen können
  • Bei Touren durch Tunnel (in den Alpen häufig!)
  • Bei Herbst-Touren mit früh einsetzender Dunkelheit
  • Bei Gravelbike-Touren mit langen Tagen im Sattel (12+ Stunden)

Wann ich darauf verzichte:

  • Kurze Etappen im Sommer, bei denen man spätestens um 18 Uhr am Etappenort ist
  • Tagestouren bei klarem Wetter

Rücklicht & Frontlicht

Für die meisten Touren reicht eine kompakte Sigma-Kombination. Kleines Rücklicht am Sattelrohr, kleines Frontlicht am Lenker. Beide wiegen zusammen kaum etwas, nehmen keinen Platz weg und reichen aus, um in einem dunklen Tunnel sichtbar zu sein oder die letzte halbe Stunde in der Dämmerung sicher zu fahren.

Die Sigma-Lichter sind einfach, zuverlässig und günstig. Man braucht keine 2.000 Lumen am Lenker, wenn man nicht vorhat, nachts durch den Wald zu heizen. Für das „Gesehen werden” und die Sicherheit bei unerwarteter Dunkelheit sind sie mehr als ausreichend.

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Lupine Piko – wenn es ernst wird

Wenn ich weiß, dass eine Tour in die Dunkelheit führen wird – sei es eine geplante Nachtetappe oder ein langer Tag im Herbst – kommt die Lupine Piko an den Helm. Das ist eine andere Liga als die Sigma-Lichter: Bis zu 2.100 Lumen verwandeln den dunkelsten Trail in eine beleuchtete Bühne.

Die Lupine ist meine Investition für besondere Situationen. Sie ist nicht leicht, nicht günstig und für die meisten Standardtouren überdimensioniert. Aber wenn man sie braucht, gibt es nichts Besseres.

Ein Trick, den ich seit Jahren nutze: Der Lupine-Akku kann mit einem optionalen USB-Adapter als Powerbank für das Smartphone oder das GPS-Gerät dienen. Wer die Lupine ohnehin auf Tour dabei hat, braucht also keine zusätzliche Powerbank – der Akku übernimmt beide Aufgaben. Das spart Gewicht und Platz.

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Powerbank & Energieversorgung

Die Energieversorgung auf einer Mehrtagestour ist ein Thema, das viele unterschätzen. Tagsüber navigieren, abends Fotos bearbeiten, Unterkünfte suchen, Tracks synchronisieren, mit der Familie telefonieren – das Smartphone ist permanent im Einsatz und der Akku permanent unter Druck.

Mein Setup:

GerätLademethodeAkkulaufzeit auf Tour
Garmin Forerunner 955Wird sofort nach der Ankunft im Quartier geladen1-3 Tage
Wahoo Elemnt RoamWird während des Abendessens geladen12–16 h (reicht für 1 Tag)
SmartphoneWird über Nacht + ggf. Powerbank tagsüber geladen1 Tag
Lupine (falls dabei)Muss man nahezu nie ladenBis zu 20 h je nach Stufe

Powerbank

Als Powerbank nutze ich entweder ein günstiges No-Name-Modell mit 10.000 mAh oder den Lupine-Akku mit USB-Adapter. 10.000 mAh reichen aus, um das Smartphone einmal vollständig und das GPS-Gerät einmal zur Hälfte zu laden. Für eine Woche mit täglichen Lademöglichkeiten in der Pension ist das mehr als genug.

Wer in Hütten übernachtet, sollte bedenken: Nicht jede Berghütte hat Steckdosen am Bett oder im Lager. Manche haben eine zentrale Ladestation, an der abends zwanzig Geräte um drei Steckdosen kämpfen. In solchen Situationen ist eine volle Powerbank Gold wert – man lädt über Nacht unabhängig vom Steckdosen-Chaos.

Tipp: Das USB-Ladegerät nicht vergessen! Klingt banal, ist mir aber schon passiert. Powerbank und Kabel dabei, aber das Ladegerät liegt zu Hause. Deshalb steht es fest auf meiner Packliste – mit einem eigenen Haken zum Abhaken. Und ja, auch die Micro-USB- und USB-C-Adapter muss ich noch mitführen.

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GPS-Tacho: Daten & Aufzeichnung

Der Wahoo dient mir fast immer nur als Navigationsgerät und als Daten-Backup. Die kompletten Daten, wie Geschwindigkeit, Distanz, Höhenmeter, Fahrzeit, laufen bei der Garmin 955 zusammen und können nach der Tour ausgelesen werden.

Für meine Tourenberichte auf diesem Blog nutze ich diese Daten regelmäßig. Wie viele Höhenmeter hatte die Etappe wirklich? Wie lange war die reine Fahrzeit? Solche Informationen sind für andere Tourenfahrer bei der Planung hilfreich und sie machen auch den eigenen Rückblick präziser als die reine Erinnerung.

Die Aufzeichnung läuft parallel zur Navigation und belastet den Akku kaum zusätzlich. Am Abend synchronisiere ich die Daten per Smartphone auf Strava und Komoot – dort sind sie für die Nachwelt gesichert und können mit der Community geteilt werden.

Sonstiges Zubehör

Neben den großen Elektronik-Teilen gibt es einige Kleinigkeiten, die auf jeder Tour im Rucksack landen:

Fotoapparat

Wer mehr als Smartphone-Fotos möchte, nimmt eine Kamera mit. Mein Setup und meinen Workflow für die Fotografie auf Tour beschreibe ich ausführlich auf einer eigenen Detailseite – hier nur der kurze Hinweis: Die Kamera muss in die Trikottasche passen, sonst wird sie nicht genutzt.

Plastiktüte

Klingt unwürdig, ist aber praktisch. Eine einfache Plastiktüte schützt die Elektronik bei plötzlichem Regen, wenn man nicht sofort alles in wasserdichte Taschen umpacken kann. Smartphone rein, Tüte zu, weiterfahren. Auch nasse Kleidung, Schmutzwäsche oder Lebensmittel lassen sich damit im Rucksack vom Rest trennen.

Kartenspiel

Ja, ernsthaft. Auf einer Hütte oder in einer Pension am Abend ist ein Kartenspiel die beste Unterhaltung. Wiegt nichts, braucht keinen Akku und sorgt für Stimmung in der Gruppe. Auf einer Tour mit Freunden gehört es fest ins Gepäck.

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Papier & Kugelschreiber

Zwei Blatt Papier in einer Klarsichtfolie und ein Kugelschreiber – für Notizen unterwegs. Etappenzeiten, Kilometer-Stände, Eindrücke, Namen von Orten oder Empfehlungen anderer Radfahrer. Klingt altmodisch, aber auf Tour funktioniert das schneller als jede App. Und die handschriftlichen Notizen sind später eine schöne Erinnerung.

Fazit

Die Navigation auf Tour ist heute so komfortabel wie nie zuvor. Ein gutes GPS-Gerät am Lenker, ein Smartphone als Backup und eine Powerbank für die Energieversorgung – mehr braucht es nicht für eine zuverlässige Routenführung auf Tages- oder Mehrtagestouren.

Mein wichtigster Tipp: Vertraut nicht blind auf die Technik. Ladet eure Tracks vor der Tour, prüft die Geräte, nehmt eine Backup-Lösung mit und behaltet immer ein grundlegendes Gefühl dafür, wo ihr seid und wohin ihr wollt. Dann kann auch ein leerer Akku oder ein defektes Display die Tour nicht ruinieren.

Die Technik soll euch den Weg zeigen – aber das Abenteuer findet links und rechts davon statt 🙂


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