Dies ist die Fortsetzung der Beschreibung der Tour von Wörgl nach Hochfilzen – Teil 1.

Etappe 5: von Hochfilzen nach Saalbach

Daten:
43,9 km   ~12,7 km/h   ~3:30:00 h   52,5 km/h   1211 hm

Orte:
Hochfilzen – Spielberghaus – Panoramaalm – Panoramatrail – Milka-Line – Saalbach – Schattberg – Hacklberg- und Buchegg-Trail – Hinterglemm – Blue-Line – Saalbach

Der Tag begann mit dem sogenannten Chilly-Trail. Hmm, die Auffahrt war offiziell nicht erlaubt. Der Weg war schwer zu fahren und aufgrund der Nässe teilweise nur schiebend absolvierbar. War ja auch nur ein ganz kurzer Ausflug.

Die folgende Auffahrt zum Spielberghaus wurde begleitet von einem permanenten Stockgepickerl. Vier Wintersportlerinnen rannten da zusammen mit uns den Berg hinauf. Da sie meist schneller waren als wir, kehrten sie rechtzeitig immer wieder um, um uns nochmals zu überholen. Es gibt definitiv schlechtere Ausblicke. Ohne den Mädels war dann der Blick frei auf die herrlichen Blaubeeren am Wegesrand. Ohne das es einer Abstimmung bedurfte, ließen Sepp und ich gleichzeitg die Räder fallen und sprangen in die Büsche um uns vollzustopfen.

Irgendwann siegte dann auch mal wieder die Vernunft über den Magen und wir fuhren weiter bis zur Panoramaalm, wo es ein kleines Getränk gab. Nach der nächsten steilen Rampe überraschte uns ein traumhaftes Panorama bis zum Großvenediger auf der einen Seite und auf der anderen Seite den Leoganger Steinberge. Dann ging es ab ins Tal. Erst auf dem Panoramatrail und später auf der Milka-Line. War spaßig zu fahren, mit vielen Rampen, Anlegern und wer wollte mit Sprüngen.

In Saalbach gönnten wir uns eine Mittagspause um danach auf Quartiersuche zu gehen. Nach einer etwas längeren Preisverhandlung machten wir ein Hotel klar, welches auch eine sogenannte Joker-Card beinhaltete. Das weckte in uns das Verlangen nach Liftfahrten und so gabs die erste Gondelfahrt auf den Schattenberg. Nach einer echt harten Auffahrt zum Westgipfel ging es auf den Hacklberg-Trail. Der war wirklich genial zu fahren. Erstaunlicherweise überholte uns während der gesamten Abfahrt keiner von den Cracks – merkwürdig! Teilweise rüttelte uns das Waschbrett das Gehirn aus der Rübe.

Kaum im Tal angekommen ging es zur nächsten Gondel, um die Blue-Line runter zu wumpsen. Wir beeilten uns ordentlich um noch eine Runde fahren zu können, aber auch eine Minute nach Liftschluss ist eine Minute nach Liftschluss. So schauten wir beim Bier dem Meister beim Bowdenzugwechsel zu. Der Abend war dann der erste ohne Mensch-ärgere-Dich-nicht … Schade!

auf dem Weg Richtung Saalbach
auf dem Weg Richtung Saalbach
herrlichste Ausblicke mit Fotografierwolken
herrlichste Ausblicke mit Fotografierwolken

Etappe 6: von Saalbach auf den Biberg

Daten:
45,10 km   10,8 km/h   4:10:41 h   54,4 km/h   1731 hm

Orte:
Saalbach – X-Line – Saalbach – Seidl-Alm – Hot Shots & Hangman II-Trails – Bad Leogang – Rosental – Biberg

Da die Joker-Card noch bis zum Mittag gültig war, entschlossen wir uns zu einem morgendlichen Abfahrtsrennen auf der X-Line, welche günstigerweise schwarz ausfiel. Das war schon ein tüchtiges Gewürge da runter, aber spaßig wars trotzdem. Danach musste ich erstmal meine Scheibe festschrauben – sowas aber auch. Sowohl der Meister als auch der Sepp mussten ihre Schaltung neu einstellen… was war denn das jetzt?

Dann ging es, nach einer Vereinigung zur Viererbande, am Fluss das Tal hinab, wobei wir uns Zwischendurch im Kugelstoßen übten. Sepp erarbeitete sich den Sieg hart. Dann war es mittlerweile schon später Vormittag und wir starteten die erste Auffahrt des Tages. Bei tüchtig Sonnenschein kurbelten wir den Berg auf Asphalt hinauf. Auf der Zwischen-Mittel-Station gönnten wir uns eine Erfrischung bis wir dann auf Schotter (und zum Glück in etwas Schatten) hinauf zur Schönleitenerhütte kurbelten. Kurze Brotzeit und weiter Richtung Atitz.

Dort war, im Gegensatz zur anderen Passseite, tüchtiger Trubel. Der erste Teil der Abfahrt, der Hot-Shot-Trail, war gespickt von Kickern und Anliegern. Nach den bisherigen Abfahrten waren das geradezu schon wenige Innovationen und ehern Wiederholungen. Und auch der später folgende Hangman II war halt eine Abfahrt und nicht der wahre Brüller.

Wir wechselten die Talseite, kurbelten ca. 100 hm teilweise recht steil zum kleinen Gunzi-Trail. Klein und fein präsentierte der sich. Dann gönnten wir uns noch einen gemütlichen Kuchen, um dann die finalen 700-800 Höhenmeter zur Bibalm anzugehen. Die Temperaturen waren hoch, die Steigung war sehr moderat und der Ausblick in die Berge phänomenal. Den Abend verbrachten wir wieder beim Spiel und ärgerten uns ein wenig. Irgendwann am späten Abend standen dann noch ein paar Inder mit Beutelchen in der Hand, aus dem Gewitter kommend im Gastraum – was ein surealer Anblick. Ach, und Danke fürs Kloverwüsten in der Nacht.

Fachsimpelei der Orientierungslosen ... quatsch, alles gut ausgeschildert
Fachsimpelei der Orientierungslosen … quatsch, alles gut ausgeschildert!
abbendliche Auffahrt auf den Biberg
abbendliche Auffahrt auf den Biberg

Etappe 7: vom Biberg nach Hochfilzen

Daten:
41,72 km   12,1 km/h   3:27:28 h   56,0 km/h   1326 hm

Orte:
Biberg – Panoramaweg – Seidl-Alm – Wurzeltrail – Spielberghaus – Hochfilzen / Pfaffenschwendt

Und da brach der letzte Tourtag bereits an. Also los. Die Wegfindung gelang uns nicht auf Anhieb und so schwubbelten wir da auf und ab bis zur Seidl-Alm. Der folgende Wurzeltrail war konditionell fordernd aber echt schön. Am Spielberghaus war dann Mittagszeit und wir spalteten uns in der Mitte durch. Zwei Mann fuhren direkt zum Bahnhof in Hochfilzen ab, während Sepp und ich noch einen Abstecher über das Wetterkreuz nahmen. In gefühlten 4000 Kehren ging es von da hinab ins Tal – ein wahres Spitzkehren-Schotter-Massaker.

Tja, und dann war Schluss. Zurück gings in der Bahn und wir blickten auf eine sehr trailreiche tolle Woche zurück.

morgendliches Erwachen
morgendliches Erwachen
Heimreise
Heimreise

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