Die vierte Alpenüberquerung führte uns in diesem Jahr von Kufstein bis ins Herzen der Dolomiten mit den Drei Zinnen. Dann ging es in einem Kringel wieder zurück bis nach Jenbach. Eine ganz ordentliche Runde ist da am Ende zusammengekommen, wobei das Gruppengefüge nicht immer passte…

Länge: 493,74 km
Höhe: k. A.
Etappen: 8

Etappe 1

Daten:
71,48 km    16,69 km/h    4:16:59 h    61,1 km/h

Orte:
Kufstein (500) – Elmau (800) – Holzalpenjoch (1640) – Brixen (794) – Gh. Steinberghaus (900)

Nach einer mehrmalig ausgesprochenen Gruppenrüge erfolgte der Start der diesjährigen, mittlerweile 4. Alpenüberquerung, leider erst gegen 12.00Uhr mittags. Einer anfangs recht mühseligen, in etwa 30 km langen Auffahrt, auf einer stark befahrenen Bundesstrasse, folgte der erste richtige Aufstieg von Elmau aufs Holzalpenjoch. Es war für mich persönlich eine qualvolle Erfahrung was es heißt, einen Hungerast zu haben. Jedenfalls folgte noch eine recht spaßige Abfahrt und eine nachmittagliche Pause in einem Cafe, um die Geister wieder zu beleben. Der folgende Anstieg Richtung Steinbachhaus wurde uns daher versüßt, das wir in etwa 5km und 250hm zu viel über das Ziel hinausfuhren, da die folgenden Pension keine selbige war (ist). Auf jeden Fall ist das Steinberghaus eine Empfehlung als Quartier wert.

5 Bolinden am Start
5 Bolinden am Start
Aufstieg zum Holzalpenjoch
Aufstieg zum Holzalpenjoch

Etappe 2

Daten:
44,65 km    10,67 km/h    4:11:03 h    71,6 km/h

Orte:
Gh. Steinbachhaus (900) – Filzenscharte (1685) – Krimml (980) – alter Tauernweg – Krimmler Tauernhaus (1631)

Der anfänglich recht gut zu fahrende Weg zur Filzenscharte enttarnte sich später als ein Sumpf, der versuchte, uns zu ertränken. Eins hatte er jedenfalls geschafft – unsere Schuhe und Socken!!! Auf der Abfahrt nach Krimml wurden wir denn noch einmal kräftig geduscht und konnten gerade noch mit Mühe und Not in einer Scheune Unterschlupf finden in der erst mal kräftig gespeist wurde. Soweit so gut – dann wurde Ernst. Ein „wunderschöner“ Aufstieg auf dem alten Tauernweg. Es war zum Kotzen! Rechts vom Wasserfall ein drei-Meter breiter asphaltierter Weg, welcher für Fahrradfahrer gesperrt war, und zur Linken ein felsiger, unfahrbarer Weg den irgendwelche Scheiß-Kelten vor mittlerweile 4000 Jahren erbaut hatten, der für Radfahrer freigegeben war. Diesmal war es kein normales Schieben mehr wie bei der Filzenscharte, diesmal musste richtig Hand angelegt werden. Nunja, geschafft haben wir es trotzdem, obwohl sich einer von uns, in einem Tunnel erstmal packen musste. Im Krimmler Tauernhaus erwartete uns ein Lagerschlafplatz mit einer Horde Franzosen, welche keine Ahnung davon hatten, wie leise man auch sein könnte. Trotzdem ein recht gutes Quartier.

im Aufstieg zur Filzenscharte
im Aufstieg zur Filzenscharte
Krimmler Tauernhaus
Krimmler Tauernhaus

Etappe 3

Daten:
70,13 km    12,92 km/h    5:25:37 h    69,5 km/h

Orte:
Krimmler Tauernhaus (1631) – Krimmler Tauern (2633) – Bruneck (865)

Am nunmehr dritten Tage unserer Tour, war immer noch keine Wetterbesserung in Sicht. Es wurde gar noch schlimmer. Die Temperaturen fielen beim nächsten Aufstieg auf ca. 4°C und dazu kam noch der Regen. Den Aufstieg kann man getrost als mühselig bezeichnen. Die ersten paar Kilometer waren zwar noch fahrbar, aber das änderte sich. Am Ende war es ein einziges Gezerre über riesige Steinfelder und als ob das noch nicht reichte, wurden unsere Füße am Ende noch durch ein paar Schneefelder gezwungen. Die Abfahrt war dafür ein Traum! Schwierige Trialpassagen auf mehrere Kilometer Länge forderten jede Menge Konzentration von uns, aber es war ein wahres Vergnügen. Die restlichen ca. 40km flogen an uns nur so vorbei. Eine ewig lange abfallende Teerpiste erlaubte den Schnitt auf ca. 35-40km/h zu bringen. Somit waren wir doch noch schnell in Bruneck, was aber nichts nutzte … eine ewig lange Suche nach einem Quartier zerrte an den Nerven. Angebote von um die 130DM lehnten wir denn doch dankend ab. Ende gut – alles gut, bekamen wir tatsächlich gegen 21:00Uhr doch noch was zum Schlafen und was für ein geiles Quartier (ich erinnere nur ans Frühstück).

Schneefelder der Krimmler Tauern
Schneefelder der Krimmler Tauern
eine schnuckelige Abfahrt von den Krimmler Tauern
eine schnuckelige Abfahrt von den Krimmler Tauern

Etappe 4

Daten:
33,39 km    11,59 km/h    2:52:52 h    64,1 km/h

Orte:
Bruneck (865) – Kronplatz (2271) – Oberolang (1080)

Unser Tag begann zwar verdammt gut mit (nun endlich) schönen Wetter, dafür bemerkten wir das lockere Tretlager – das Schwein wollte sich aus dem Staub machen … Also blieb uns nicht anderes übrig, als eine Werkstatt aufzusuchen und das kostete uns jede Menge Zeit. Somit wurde unsere Tour zwar kurz, aber ging doch mächtig in die Beine. Ab unseren Quartier gesehen ging es 1400hm aufwärts – und das sind wir alles gefahren (der pure Stolz ragt aus meinen Worten hervor). Dank der Hitze war es ein echt mühseeliger Aufstieg gewesen, aber die Aussicht war wieder mal alle Mühe Wert gewesen. Die Abfahrt war echt heftig gewesen – max. 35% Gefälle, aber unserem Fotzi-Bären war das egal – er fuhr wie ein junger Hirrrrsch. Tja, und das war’s schon von diesem Tag. Im übrigen ist der Berg nicht so lächerlich in natura, wie es auf dem Foto den Anschein hat!

Ankunft in den Dolomiten
Ankunft in den Dolomiten
die diesjährige Gruppenzusammensetzung posiert
die diesjährige Gruppenzusammensetzung posiert

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